Aktuelles - Übergabe des neuen A-Bootes + Transportfahrzeuges
Dienstag, 11. Juni 2002
Der Wasserdienst bei Oberösterreichs Feuerwehren
war eine der ersten großen Zusatzaufgaben für Oberösterreichs
Feuerwehrmitglieder. Da Oberösterreich von vielen Flüssen durchzogen wird -
Donau, Inn, Enns, Traun, Steyr, Salzach etc. - kommt es regelmäßig zu größeren
und kleineren Hochwässern. Anfang bis Mitte der 70er Jahre wurde somit
begonnen, Arbeitsboote und Motorzillen an Feuerwehren in Hochwassergebieten zu
verlagern. Die Arbeitsboote Boote sind so konzipiert, dass es vor allem möglich
ist, Menschen und Tiere aus Gefahrensituationen zu retten. Andererseits können
damit auch Ölschlängelleitungen transportiert und ausgelegt, und damit
Gewässerverschmutzungen wirksam bekämpft werden. Diese Arbeitsboote wurden nach
mehr als 25 Jahren Einsatz nun am 12. Juni 2002 gegen neue Wasserfahrzeuge
ausgetauscht. Eine wesentliche Veränderung bei A-Booten besteht darin, dass es
sich dabei nunmehr um Aluminiumboote und nicht mehr um Polyesterausführungen
handelt. Die Freiwilligen Feuerwehren Aschach an der Donau, Mauthausen,
Steyrling und Gmunden erhielten eines dieser neuen A-Boote sowie dem
dazugehörigen Anhänger als Ersatz.
Ein Teil der mit Booten ausgerüsteten
Feuerwehren ist mit einer weiteren Zusatzaufgabe betraut: Dem Ölwehr-Dienst auf
dem Gewässer. Auf der Donau und den größeren Gewässern kommt es immer wieder zu
Zwischenfällen mit Wasserverschmutzungen, sei es durch Störfälle in Betrieben
oder auch bei Unfällen im Freizeitbereich. Daher wurden die zuständigen
Wasserstützpunkte vor allem mit Ölschlängelleitungen, Anker, Bojen und Zubehör
ausgerüstet werden, um rasch Hilfe leisten zu können. Waren es Anfangs einfache
Transportanhänger, wurden Ende der 90er Jahre auch geeignete Transportfahrzeuge
für diese Geräte zur Verfügung gestellt.
Einige Ölwehr-Feuerwehren wurden
bereits mit verschiedenen, neuen Typen von Transportfahrzeugen (Anhänger mit
Ölsperren auf Rollen (FF Lambach), Lastfahrzeug mit Kran und Ölsperren auf
Rollen (FF Alkoven), Transportfahrzeug mit Ladebordwand (FF Viechtenstein))
ausgestattet.
Die Freiw. Feuerwehr Aschach an der Donau erhielt
nun auch ein entsprechendes Lastfahrzeug für die Ölsperren, Anker und Bojen.
Dabei handelt es sich um einen Mercedes 815 D, Besatzung 1:4.
Diese Neuausstattungen ermöglichen den
effizienteren und rascheren Einsatz dieser Sondereinsatz-Feuerwehren. Ein
weiterer Vorteil liegt darin, dass diese Hilfeleistungen aufgrund der besseren
technischen Ausstattung mit weniger Personal möglich sind, was vor allem an
Werktagen ein Vorteil ist.
Bei der Übergabe in Linz war auch die
Aschacher Vizebürgermeisterin, Frau Christine Gredler, vor Ort. Sie betonte in
ihrer Rede, dass sie sich bereits vom ausgezeichneten Nutzen dieses
Transportfahrzeuges überzeugen. Da das Fahrzeug "inoffiziell" bereits im
Frühjahr an die Feuerwehr ausgegeben wurde, leistete es während der
Hochwassereinsätze im März schon ausgezeichnete Dienste.
Die
Anschaffungskosten für vom Katastrophenhilfsdienst verlagerten Geräten werden
vom KHD übernommen. Die Ausrüstung wird in Folge bei den Feuerwehren
stationiert, bleibt aber im Besitz des KHD. Der laufende Betrieb ist von der
jeweiligen Gemeinde und Feuerwehr zu finanzieren.
(Text: Kollinger/Bezirksfeuerwehrhomepage)