Ausbildung - Gendarmerie trainiert mit Feuerwehr

Dienstag, 16. Oktober 2001
Fahrzeugbrände sind heute nach Verkehrsunfällen ein nicht seltenes Thema. Zeit ist beim Entstehen eines Fahrzeugbrandes Mangelware. Die heutigen, im Fahrzeugbau verwendeten Materialen (vor allem die hohen Kunststoffmengen etc.) bieten dem Feuer rasch ein hohes Maß an Nahrung zur Ausbreitung. Durch fehlende oder falsche Erste Löschhilfe war leider schon so manches Menschenleben zu beklagen. Oftmals sind es die Gendarmen, die als erstes an einer Unfallstelle eintreffen. Das Gendarmeriekommando des Bezirkes Urfahr-Umgebung fasste daher den Beschluss, ihre Beamten auf dem Gebiet der Ersten Löschhilfe auszubilden. Die ersten von insgesamt rund 100 Beamten fanden sich am 16. Oktober 2001 bei der Feuerwehr Aschach an der Donau, Bez. Eferding ein, um das Handling von Handfeuerlöschern zu üben.

Jeder Lernwillige hatte die Möglichkeit, einen Feuerlöscher an einer von der Feuerwehr bereitgestellten Benzinwanne in der Praxis zu trainieren. In weiterer Folge wurde auch ein Pkw in Brand gesetzt, um einerseits auch die Brandbekämpfung an den Fahrzeugen selbst zu trainieren und andererseits auch die Tücken an diesen Bränden (Nachzündung, hartnäckige Flammen an brennenden Reifen) praxisnah zu erleben.

Leider trägt aber auch Hollywood immer wieder dazu bei, dass Ersthelfer davon Abstand nehmen, ein brennendes Fahrzeug zu löschen. Trotz oftmaliger Wiederholungen glauben viele Menschen immer wieder noch, dass ein brennendes Fahrzeug explodiert...

Seitens der Feuerwehr es sicher wünschenswert, wenn sich auch mehr Privatpersonen an derartige, immer wieder stattfindenden Aktivitäten beteiligen würden, um auf diese Weise den Umgang mit Handfeuerlöschern zu üben. Bekanntlich können diese Kenntnisse nicht nur bei Pkw-Bränden, sondern auch in den eigenen vier Wänden umgesetzt werden.

Denn eines sei angemerkt: Der falsche Einsatz von Feuerlöschern kann die vorhandene Gefahr durch rasches Ausbreiten des Feuers nochmals erhöhen.