Einsatz - Brand Maistrocknungsanlage

Sonntag, 25. Juni 2000
Brand einer Maistrocknungsanlage in einem Aschacher Betrieb. Der eigentliche Brand spielte sich im Rohrleitungssystem der Trocknungsanlage ab. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Betriebsgebäude stark verraucht. Mittels schwerem Atemschutz wurde versucht, den Brand im Rohrleitungssystem, daß sich vom Erdgeschoß bis auf das Flachdach (4 Stockwerke) erstreckt, unter Kontrolle zu bringen. Die Wärmerückgewinnungsanlage auf dem Flachdach mußte mittels zweier Drehleitern gekühlt werden, um ein Vordringen der Atemschutztrupps zu ermöglichen. Die Trupps löschten den Brand im Dachbereich mittels Schwerschaum. Gleichzeitig mußten jedoch die Rohrleitungen abgekühlt werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Durch die enorme Hitzeentwicklung in den Rohren verschmorte zum Teil die Alu-Außenhülle der Rohrleitung trotz einer Dämmschicht von etwa 10cm zwischen Rohrleitung und Außenhülle. Im Einsatz waren 4 TLF, 3 LFB, 2 Drehleitern, Atemschutzfahrzeug und 80 Mann, davon 27 der FF-Aschach. Meldung der Oö. Nachrichten vom 27. Juni: Es war am Sonntag kurz nach 20 Uhr, als Arbeiter der Zucker- und Stärkefabrik den Glimmbrand in einem so genannten Rohrbündeltrockner entdeckten. "Es rauchte so stark, dass sie ihre Löschversuche schnell abbrechen mussten und uns alarmierten", erzählt Franz Paschinger, Kommandant der Aschacher Wehr. Brandbekämpfer aus Landshaag, Eferding und Alkoven rückten an. Mit schwerem Atemschutz drangen die Männer in das Firmengebäude vor, um die Flammen zu zügeln. Gegen Mitternacht kam das Kommando "Brand aus!". Gegen acht Uhr morgens waren auch die Aufräumarbeiten erledigt. "Die Brandursache ist noch unklar, Brandstiftung aber zu 99 Prozent auszuschließen", meint Agrana-Werksdirektor Erhard Puschautz: "Auch die Schadenshöhe wird sich erst herausstellen. Im besten Fall sind es zwei, im schlimmsten aber 20 Millionen."